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Geschmacksverstärker im Hundefutter

Geschmacksverstärker im HundefutterUmstrittene Lebensmittelzusatzstoffe wie beispielsweise Geschmacksverstärker sind nicht nur in unserer täglichen Nahrung anzutreffen, sie werden zum Leidwesen unserer vierbeinigen Freunde oftmals auch bei der Herstellung von Hundefutter verwendet.

Diese durchaus kritisch beäugten Stoffe werden dafür verwendet, einen bestimmten Geschmack zu unterstützen, was im schlimmsten Fall auch eigentlich ungenießbare Produkte ansprechend und wohlschmeckend werden lässt. Selbst während der Produktion vergorene Geschmacksstoffekönnen durch diesen Zusatz wieder hergestellt werden. So ist es nicht verwunderlich, dass kritische Stimmen zu diesem Thema nicht verklingen wollen, denn fraglich ist sicherlich, wie gesundheitsgefährdend diese Stoffe im Hundefutter sein können.

 

 

Eine einzigartig facettenreiche Welt – der Geschmack

Genauso wie wir Menschen besitzen auch unsere geliebten Vierbeiner einen vom Prinzip her sehr ähnlichen Geschmackssinn. Die Anzahl der Geschmacksknospen fällt bei Hunden und bei Katzen jedoch geringer aus, wohingegen ihr Geruchssinn viel stärker als der menschliche ausgeprägt ist. Wenn Geruchssinn, Geschmacks- und Tastsinn zusammenspielen, wird schnell erkannt, ob ein Lebensmittel genießbar ist, oder ob es besser nicht verzehrt werden sollte.

Die Geschmacksrezeptoren auf der Zunge schmecken fünf verschiedene Geschmacksrichtungen, die in süß, salzig, sauer, bitter und umami unterteilt werden.

 

Geschmäcker sind verschieden

Geschmacksverstärker im HundefutterDer süße Geschmack von Nahrungsmitteln wird auf unserer Zunge beispielsweise durch Zucker und dessen Zusatzstoffen, Aminosäuren, Peptiden oder Alkohole ausgelöst. Katzen verfügen aufgrund eines Gendefekts nur über eine begrenzte Wahrnehmung dieses Geschmacksstoffes, wohingegen Hunde eine gewisse Süße durchaus erschmecken können.

Wenn wir etwas als salzig empfinden, liegt das an verschiedenen Salzen, die sich in Nahrungsmitteln tummeln. Hunde und auch Katzen zeigen sich jedoch von diesem Geschmack relativ unbeeindruckt, da sie diesen in der Regel nur eingeschränkt wahrnehmen können.

Unsere Hunde verschmähen ihre Nahrung, wenn diese zu sauer schmeckt. Dies liegt daran, dass ein übermäßiger Säuregehalt ein Anzeichen dafür sein kann, dass das Hundefutter verdorben ist. Der saure Geschmack entsteht durch organische Säuren und saure Lösungen, die in häufig in der Natur zu finden sind.

Schmeckt ein Lebensmittel bitter, enthält es zahlreiche Bitterstoffe, die für diesen teilweise auch unangenehmen Gusto verantwortlich sind. Da auch Giftstoffe oftmals diesen Geschmacksstoff aufweisen, wird ein zu bitter schmeckendes Hundefutter gerne von unseren Haustieren abgelehnt.

Wenn die Zunge ein Nahrungsmittel als umami identifiziert, schmeckt dieses herzhaft. Diese Geschmacksrichtung wird durch die Aminosäuren Glutamin und Asparagin ausgelöst, die die entsprechenden Nerven auf der Zunge stimulieren.

 

 

Einteilung und Vorschriften beim Gebrauch von Geschmacksverstärkern

Geschmacksverstärker im HundefutterDie Unterteilung von Geschmacksverstärkern erfolgt grob in „echt“ und „unecht“. So bezeichnen echte Geschmacksverstärker Einzelstoffe, die mit den bekannten E-Nummern, wie beispielsweise E 620, versehen werden. Als unechte Geschmacksverstärker gelten Mischprodukte, die einen Geschmack lediglich verstärken.

In den Richtlinien der EU ist vorgeschrieben, dass Geschmacksverstärker auf der Etikette eines Produktes angegeben werden müssen, wenn das jeweilige Recht eine Höchstmenge vorschreibt. Sind bei Zusatzstoffen keine Höchstmengen festgelegt, steht dem Hersteller eine jeweilige Deklarierungfrei. In der Regel kann bei hochwertigen Hundefutter diese Menge auch ohne gesetzliche Vorschrift abgelesen werden, da die Hersteller dieser Produkte auf eine transparente Futterdeklaration für den Hund bauen.

 

 

 

Zusatzstoffe im Hundefutter – eine unsichtbare Gefahr?

Geschmacksverstärker im HundefutterEin großes Problem nicht nur bei der Herstellung von Hundefutter ist, dass sich die Gewinnmargen drastisch erhöhen, wenn eher minderwertige Rohstoffe und künstliche Zusatzstoffe verarbeitet werden. Dies hat zur Folge, dass zahlreiche Hersteller auf diese Produktionsart ausweichen, die nicht selten schwerwiegende gesundheitliche Konsequenzen für die Konsumenten hat. An erster Stelle einiger durch minderwertige Hundefutter hervorgerufenen Erkrankungen steht bei Hunden beispielsweise eine krankhafte Fettleibigkeit, die ein verfrühtes Ableben, Organschäden, Gelenkprobleme und sogar Diabetes mit sich bringen kann.

Würden hochwertige Rohstoffe schonend verarbeitet werden, wäre die Beigabe von Zusatzstoffen, die auch die besonders umstrittenen Geschmacksverstärker einschließen, jedoch überflüssig. Es kann durchaus auch gesagt werden, dass die meisten Hundefutter und auch sehr viele Nahrungsmittel für uns Menschen ungenießbar wären, wenn sich keine riesigen Mengen an Zusatzstoffen in ihnen verbergen würden.

 

 

Von der Natur inspiriert – davon profitieren Hund und Halter

Geschmacksverstärker im HundefutterSalz oder Fett in sinnvollen Mengen als natürliche Geschmacksverstärker zu verwenden ist definitiv vertretbar. Die Hinzunahme von Zusatzstoffen, die ein minderwertiges Produkt aufwerten sollen, muss jedoch überaus kritisch gesehen werden. Ungesunde und oftmals auch ungenießbare Hundefutter werden durch die Beimischung von Geschmacksverstärkern & Co. plötzlich genießbar oder gar schmackhaft, was alles andere als im Sinne unserer und der Gesundheit unserer Hunde sein kann.

Der Idealfall wäre, auf naturnahe Hundefutter umzusteigen, denn diese sind nachweislich gesünder und bekömmlicher. Je mehr man sich also an natürlichen Futtereigenschaften eines Lebewesens orientiert, desto gesundheitsfördernder ist dies. Das erfordert selbstverständlich eine erhöhte Bereitschaft, notwendige Informationen einzuholen und daraus sinnvolle Konsequenzen zu ziehen. Davor sollten Sie jedoch keineswegs zurückschrecken, denn dieser wichtige Schritt stellt eine nachhaltig positive Bereicherung für jeden geliebten Hund dar.



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